Rückblicke und Ausblicke

Ist Führung obsolet? Diese zentrale Frage ist Thema der nächsten Beitrage.

Eine Frage von sehr hoher Bedeutung, denn vieles deutet daraufhin, dass sich Führende im Agilisierungsprozess selbst abschaffen. Warum sollten sie das tun? Welche Motivation könnten sie demzufolge haben, neue, agile Arbeitsformen auf den Weg zu bringen? Oder richten Sie sich aus Angst vor Machtverlust in der Routine ein und behindern den Richtungswechsel anstatt ihn beherzt voranzutreiben?

Die bisherigen Beiträge haben das Warum beantwortet, mit der Erkenntnis, dass Agilität kein Hype ist, sondern alternativlos.

Auch weil agile Organisationen überdurchschnittlich erfolgreich sind und sich durch Progression und Prosperität auszeichnen. Im Übrigen mit Strahlkraft als Arbeitgeber als „Nebenwirkung“ – statt Azubi- und Fachkräftemangel haben sie Zulauf und qualifizierte Blindbewerbungen.

Mit den letzten drei Beiträgen habe ich aufgezeigt, wie der Stein ins Rollen und Agilität ins Tun kommen. Eine alltagspraktische Vorgehensweise ohne Firlefanz. Just do it!

Bevor nun weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, müssen Rollen und Aufgaben von Führungskräften durchleuchtet und thematisiert werden – natürlich sind sie ein Schlüsselfaktor im Gesamtkonstrukt.

Nein, Führung ist nicht obsoletFührungskräfte haben eine immanente Rolle im Prozess. Nur welche? Um diese Frage drehen sich die kommenden Beiträge.

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Warum ist Agilität ein Hype? Die bisherigen Beiträge haben sie sich um das WARUM gedreht. Erste Antworten auf neue Fragen. Es geht um die Fähigkeit, sich reaktionsstark an die Herausforderungen anzupassen und gemeinsam agieren zu können – die Fähigkeit des Einzelnen und der Organisation insgesamt. So gesehen ist Agilität kein Hype. Es ist alternativlos.

Mit dem Warum zu beginnen, entspricht im Übrigen dem Golden Circle von Simon Sinek („Start with the why“). Das Warum zu kennen ist wertvoll, weil es den Sinn illustriert und dadurch Synergien auslöst. Der Mehrwert liegt im subjektiven Empfinden etwas Sinnvolles zu tun, ein wichtiger Part im Gesamtkonstrukt.

Wie komme ich nun zum Erfolgsmodell Agilität? Diese Frage ist nicht nur von hoher Relevanz – sie ist scheinbar unbeantwortet, denn im Arbeitsalltag sind Agilität und agiles Arbeiten ein sehr zartes Pflänzchen.*

Um Agilität erfahrbar zu machen, widmet sich Zukunftsmentoring nun der bedeutsamen Frage WIE kann ich Agilität umsetzen und wirksam auf den Weg bringen?

Zu den ersten Steps – Struktur, Fokus und Gemeinschaftlichkeit – in Kürze mehr. Aber auch der Wertewandel und das Mindset werden thematisiert, denn sie spielen eine herausragende Rolle. Bestehende Muster sind systematisch und kritisch zu hinterfragen: Meist sind es Relikte aus dem Industriezeitalter und damit aus dem letzten Jahrhundert. 

Um es nicht nur vorweg, sondern von Beginn an genau zu nehmen: Auf dem Weg in die Agilität ist der Wertewandel unausweichlich. Denn, neue Zeiten setzen neues Handeln voraus. Und um neu zu handeln, muss man zunächst neu denken. Ein dicker Knackpunkt im Prozess!

*Kienbaum&Stepstone 2020: Agile Teams sind eine Seltenheit in Unternehmen. Diese Studie ist stellvertretend genannt für weitere Studien, die belegen, dass Anspruch und Realität kollidieren.